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Venedig leuchtet grün: Chris Levines Laser-Botschaft für den Weltfrieden
Ein greller, grüner Strahl schnitt am Samstagabend mitten durch die Nacht über Venedig. Er leuchtete so stark, dass Menschen ihn sogar vom Festland aus sahen. In den sozialen Netzwerken verbreiteten sich Fotos und Videos innerhalb weniger Minuten. Touristen am Markusplatz starrten gebannt in den Himmel. Niemand wusste zuerst, woher dieses Licht kam. Es wirkte fast wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film.
Rätselraten in der Lagunenstadt
Zuerst herrschte große Verwirrung bei den Behörden und Anwohnern. Die örtliche Polizei und die Grenzpolizei nahmen sofort die Ermittlungen auf. Viele Zeugen vermuteten die Quelle beim Bloom-Festival im San Giuliano Park. Doch die Beamten fanden dort keinen Hinweis auf das grüne Licht. Die Suche führte sie schließlich tiefer in die Lagune hinein. Sie kreisten das Gebiet um die Insel San Clemente ein. Dort stand die Lösung des Rätsels bereit.
Ein Künstler setzt ein Zeichen
Hinter dem Spektakel steckt der britische Künstler Chris Levine. Er ist weltweit für seine Arbeit mit Licht und Holografie bekannt. Seine Installation trägt den Namen „Higher Power“. Levine nutzt für sein Werk ein ganz besonderes Werkzeug. Er verwendet einen ausrangierten Laser des Militärs. Damit verwandelt er ein Instrument des Krieges in ein Symbol der Hoffnung. Das satte Waldgrün des Strahls soll die Menschen berühren und zum Nachdenken anregen.
Licht statt Krieg
Levine möchte eine klare Botschaft in die Welt senden. „Macht Licht, keinen Krieg“, schreibt er dazu auf seinen Kanälen. Er aktivierte den Laser bereits am 25. April während der Vorbereitungen. Die Aktion findet im Rahmen der diesjährigen Kunstbiennale in Venedig statt. Für den Künstler ist das Licht eine reine Form der Energie. Der Strahl reicht theoretisch bis weit in den Weltraum hinein. Während der Performance begleiteten Klänge der Band Pink Floyd die Szenerie. Das passte perfekt zur mystischen Stimmung der Lagune.
Kunst auf der Insel San Clemente
Besucher können das Projekt am 8. und 9. Mai genauer erleben. Das San Clemente Palace bietet dann den passenden Rahmen für Levines Vision. Venedig zeigt sich so einmal mehr als Zentrum der modernen Kunst. Der grüne Strahl bleibt vielen Beobachtern sicher noch lange im Gedächtnis. Er verbindet den Nachthimmel mit dem Wunsch nach globalem Frieden. So wird Technik zur Poesie in einer geschichtsträchtigen Stadt.

