300 Millionen Euro Rettungsgelder endlich freigegeben

Inhaltsverzeichnis

Mose-Projekt Venedig: 300 Millionen Euro Rettungsgelder endlich freigegeben

Venedig atmet auf. Die italienische Regierung beendet den wochenlangen Stillstand um das weltberühmte Hochwasserschutzsystem Mose. Technische Experten der zuständigen Ministerien haben am Dienstag die blockierten Gelder freigegeben.

Es geht um eine gewaltige Summe. Mehr als 300 Millionen Euro fließen nun endlich wieder nach Venedig. Dieses Geld sichert den Weiterbetrieb der mobilen Fluttore. Zudem sichert es wichtige Schutzmaßnahmen für die gesamte Lagune.

Bürokratie blockierte wichtige Zahlungen

Zuvor steckten die Millionen tief in den Kanälen der römischen Bürokratie fest. Der Grund war ein chaotischer Zuständigkeitswechsel. Die alte Wasserbehörde übergab die Aufgaben an die neue Lagunenbehörde. Bei diesem Prozess blockierten sich die Institutionen gegenseitig.

Das Geld war zwar vorhanden. Niemand überwies es jedoch. Die beteiligten Unternehmen warteten vergeblich auf ihre Bezahlung. Schließlich schlugen die Betriebe lautstark Alarm.

Sofortige Hilfe für die Fluttore

Die Experten im Verkehrs- und Finanzministerium fanden nun eine schnelle Lösung. Das Geld geht sofort an das zuständige Baukonsortium Venezia Nuova. Dadurch laufen die Arbeiten an den Fluttoren ohne Unterbrechung weiter. Die beteiligten Baufirmen erhalten umgehend ihre verdienten Löhne.

Für die Zukunft vereinbarten die Behörden eine Übergangsphase. Diese Regelung teilt die Aufgaben ganz genau auf. Kompetenzen überschneiden sich dadurch nicht mehr. Die Lagunenbehörde arbeitet nun an ihrer vollständigen Unabhängigkeit.

Erleichterung und offene Fragen

Venedigs Bürgermeister zeigt sich erleichtert über diese Neuigkeiten aus Rom. Das Mose-System schützt die Existenz der Stadt. Es sichert zudem die Arbeitsplätze vieler Menschen in der Region. Auch der Chef der Lagunenbehörde lobt das schnelle Eingreifen des Verkehrsministers.

Trotzdem herrscht nicht überall eitel Sonnenschein. Die Angestellten der betroffenen Firmen bleiben vorerst misstrauisch. Sie riefen erst kürzlich den Streikzustand aus. Die Gewerkschaften fordern weiterhin verbindliche Zusagen für jeden einzelnen Arbeitsplatz.

Ein Sprecher der Arbeitnehmer betonte die aktuelle Lage. Pressemitteilungen allein beruhigen die Belegschaft nicht. Die Beschäftigten erwarten handfeste schriftliche Garantien. Ein Treffen in der Präfektur von Venedig soll nun endgültige Klarheit bringen.

Tickets